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Route: DIE MOURARIA DES FADO

In der Mitte des 19. Jahrhunderts entsteht in den Hafenvierteln Lissabons der Fado und breitet sich allmählich von den Tavernen und Bordellen bis in die Salons des Marialva-Adels (Don Juan-Adels) aus. Die Mouraria beginnt, in den Polizeiberichten, in der Literatur und in den Feuilletons jener Zeit als Aufenthaltsort der Bohème erwähnt zu werden, an dem anstößige Fadosängerinnen, Marginale und Sängerinnen aus dem Volk den Fado klatschen und singen. Diese Volkslieder konnten die Saudade (Sehnsucht) und die Liebe besingen, aber auch – in Form des Arbeiterfado – die Auflehnung. Dadurch, dass der Estado Novo (autoritäres politisches Regime von 1933 bis 1974) den Fado zum Nationallied erhob, kam es dazu, dass er nun die Dichter der Freiheit besang. Einer seiner Gründungsmythen, Maria Severa Onofriana, lebte in der Capelão-Straße, in der ein Jahrhundert später Fernando Maurício zum König des Fado castiço (der Fado der traditionellen Viertel Lissabons) aufstieg. Die João do Outeiro-Straße weiter oben war die Wiege der großartigen Argentina Santos. Ebenfalls hier, in der Lagares-Gasse, wuchs in den 1980er Jahren eine Fadosängerin heran, die 2003 vom BBC Radio zur die besten europäische Weltmusikkünstlerin erklärt wurde: Mariza. Der Fado ist seit 2011 Immaterielles Kulturerbe der UNESCO.

Treffpunkt: Senhora da Saúde-Kirche

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